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Die Kunst, Entwicklungsprozesse zu gestalten

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Das Buch „Die Kunst, Entwicklungsprozesse zu gestalten“ von Hans-Georg Huber erschien im Frühjahr 2018 bei managerSeminare, Untertitel „Erfolgsfaktoren in Coaching, Führung und Prozessbegleitung“. Das Cover des Buchs ziert eine Grafik, die das Eisbergmodell mit einer Lupe darstellt. Im Buch selbst laden monochrome Abbildungen des Modells zu neuen Inhalten ein, ganz in Grauweißtönen gehalten, stehen sie jedem Kapitel voran. Auf mich wirkt die Grafik wie eine gewollte Zäsur, sie schenkt mir einen Moment des Innehaltens, den ich gerne zur eigenen Einstimmung auf das nachfolgende Thema verwende.

Screenshot 2018 02 24 19.42.23Für wen ist das Buch geschrieben?

Im Vorwort meint Dr. Wolfgang Looss, es sei für „alle jüngeren angehenden Beratungsmenschen“ gedacht.1 Der Autor selbst will „einen Beitrag für eine hohe Qualität in Coaching, Führung und Prozessbegleitung leisten“. ²

Ich dagegen glaube, dass es für alle geschrieben ist, die sich mit Liebe und Begeisterung für Unternehmen und ihre Entwicklungsprozesse interessieren. Das magische Wort, das mich persönlich im Buchtitel anspricht, das ist „Kunst“. Die Fähigkeit andere Menschen in Prozesse zu bringen, die auf gemeinsame Entwicklungen ausgerichtet sind, erfordert ein harmonisches Zusammenspiel aller Ober- und Unterwasser-Kompetenzen, um in der Sprache des Eisbergmodells zu bleiben.

Um was geht es in dem Buch?

Hans-Georg Huber beschreibt die Kernkompetenzen, über die ein Prozessbegleiter verfügen muss, um Veränderungsprozesse erfolgreich gestalten zu können. Es geht nicht um ausgefeilte Tools, sondern eine supervisorische Betrachtung im Sinne des Eisbergmodells. Im Zentrum steht, verstärkt durch ein Zitat von Watzlawick, der Mensch und nicht das Werkzeug: „Wer als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht in jedem Problem nur einen Nagel.“ Hans-Georg Huber plädiert für Haltung, Zeitinvest in die persönliche Reifung, Bereitschaft, sich die Tools zu eigen zu machen, nicht Kopie der Kopie sein zu wollen, sondern die unsichtbaren Wirkfaktoren zu hegen und zu pflegen. Dazu bittet er den Schweizer Schriftsteller Emil Oetsch zu Wort: „Zum Erfolg gibt es keinen Lift. Man muss die Treppe benutzen.“³

Die Kapitel 1 – 18 lassen sich als von „Tools“ bis zum „Leitbild“ hin als Treppenstufen oder Curriculum zum Erfolg eines Prozessbegleiters begreifen. Für mich stellen sie jedoch weitaus mehr dar. Ich möchte sie eher mit Szenarien vergleichen oder Spielszenen, die von einer höheren Warte aus betrachtet werden. Mir kommt es so vor, als ob Hans-Georg Huber den Leser aus dieser gehobenen Position heraus einlädt, neben ihm Platz zu nehmen, um mit der Lupe in der Hand gemeinsam die verborgenen Wirkfaktoren zu entdecken, sie zu beäugen und zu metakommunizieren. Viele seiner Best Practice Beispiele sind mir in gleicher oder ähnlicher Form bekannt. Mir hat es große Freude bereitet, per Buch in einen kollegialen Austausch treten zu dürfen und von der großen Klarheit Hubers, profitieren zu können, seiner Fähigkeit, etwas auf das Wesentliche zu reduzieren.

 

Leseprobe

Zitatquellen
1Hans-Georg Huber: Die Kunst, Entwicklungsprozesse zu gestalten, 2018, Seite 9
2Hans-Georg Huber: Die Kunst, Entwicklungsprozesse zu gestalten, 2018, Seite 18
3Hans-Georg Huber: Die Kunst, Entwicklungsprozesse zu gestalten, 2018, Seite 19

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